Stadtmaus-Führung in Regensburg

 Ein Stadtmaus die Vorführt und Verführt.


So lies sich auch die Kolpingsfamilie aus Schierling im Oktober 2006 bei einer abendlichen Führung der Stadtmaus zum Thema „Von Verbrechern und Vogelfreien“ durch das dunkle Regensburg begleiten. Wenn die Sonne untergeht und der Mond sein trübes Licht über die verwinkelten Gassen und Straßen leuchten lässt, genau in dieser Stimmung begann die Erlebnis-Tour. Im Reich der Henker, wahnsinnigen Mörder und Gesetzlosen wurde vagabundiert.

So erfuhr man von dem Henker Hans Stark und seinen Sohn, die Beide von der aufgebrachten Bevölkerung Regensburg erschlagen wurden. Sie hatten bei der Enthauptung einer Kindsmörderin zweimal die Verurteile verfehlt.
Auch das soziale Umfeld, das Regensburg damals mitprägte als der
Immerwährende Reichstag über 200 Jahre zugegen war,
wurde erläutert. So wurde auch von einem Gesandten des Englischen Königshause berichtet, der durch seine politische Immunität bedingt ein
sehr ausschweifendes Leben führte, ohne jemals beim Übertreten der Regeln und Gesetzte bestraft zu werden.
Oder die intrigierte Verurteilung eines ehrenwerten Generals zum Tode durch Enthauptung. Der sich dank seiner Stellung in
der Gesellschaft erlauben konnte, seinen Kopf im Sitzen zu verlieren und
nicht wie der „Pöpel“ kniend.

Auch die kleinen Gaunereien, die so im mittelalterlichen Regensburg so gang und gäbe waren, kamen nicht zu kurz. Und die Mitglieder von Kolping erfuhren, woher die Entstehung und Bedeutung der heute so gebräuchlichen Redewendungen, wie z.B. Schlitzohr, Vogelfrei und gebrandmarkt herkamen.

Zu abendlicher Stunde nahmen die Schatten der Vergangenheit auch Gestalt an und so wurde man selbst Zeuge der mittelalterlichen Ereignisse.

Szenen aus der Stadtmaus:

Ehefrau die Ihren Mann in der „Schandgeige“ beschimpft

Mann in „Schandgeige“



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Schober Stephan