
Schierling. Einen fulminanten Start in die großen Ferien legten die Familiengruppen der Kolpingsfamilie Schierling hin. 75 Mitglieder gestalteten ein gemeinsames Wochenende auf dem Campingplatz „Hartlmühle“ der Familie Heitzer bei Deuerling. Sie feierten Gottesdienst mit dem Neupriester Pio Buzov und veranstalteten als besonderes Highlight die „Hartl Games 2026“. Kolping-Vorsitzende Doris Bachmeier freute sich über eines der „lustigsten und unkompliziertesten Wochenenden“, dass sie bisher erlebt hatte.
Die Schierlinger Familien belegten vor allem den vorderen Teil des Campingplatzes, der idyllisch an der Schwarzen Laber liegt und 180 Stellplätze aufweist. Sie hatten Zelte mitgebracht oder auch ihren Wohnwagen. Einige zogen es vor, für das Wochenende eines der Appartements zu mieten. Alle Generationen sprangen immer wieder in die Schwarze Laber und genossen die damit verbundene Abkühlung. Die Spiele waren grenzenlos. Die Buben widmeten sich dem Fußball, andere spielten mit Karten oder testeten ihre Geschicklichkeit, Damen tauschten sich über ihre vielfältigen Hobbys und Aktivitäten aus. Fast alle hatten für die Verpflegung etwas mitgebracht, und zwar von kreativen Nudelsalaten bis zu Zaziki. Die Männer beeindruckten als Grillmeister und sorgten mit Gyros, Schweinsbrüstl und Nackensteaks sowie Grillkäse für die Kulinarik.
Gottesdienst unter freiem Himmel
Der Gottesdienst wurde unter freiem Himmel gefeiert und er wurde von Neupriester Pio Buzov geleitet, für den diese „Feldmesse“ eine Premiere darstellte. Umrahmt wurde der Gottesdienst von der Kolping-Combo, Evi Reinl las die Lesung und Kinder trugen die Fürbitten vor. Buzov legte in der Predigt das Gleichnis von der wundersamen Brotvermehrung aus. Es sei vor langer Zeit in der Nähe der Stadt Betsaida geschehen. Viele Menschen hatten mitbekommen, dass Jesus mit dem Boot über den See Genezareth fahren wollte, und folgten ihm zu Fuß. Jesus redete mit ihnen, erzählte ihnen von Gottes Reich und heilte einige Kranke. Als es Abend wurde, wollten die Jünger die Menschen wegschicken, damit sie sich eine Unterkunft und etwas zu essen suchen konnten. Doch Jesus sagte: „Gebt ihr ihnen doch zu essen!“ Besonders dieser Satz habe ihn immer beeindruckt, sagte Buzov. Denn damit komme zum Ausdruck, dass alles von Jesus kommt, was die Jünger den Menschen geben. So stelle sich auch die Frage an die heutigen Menschen: „Was können wir anderen Menschen geben?“ Das wichtigste Geschenk für die Mitmenschen sei die Zeit. Adolph Kolping habe auch erkannt, dass die Welt nicht allein dadurch gerettet wird, dass man den Glauben verkündet. Wichtig sei es, etwas zu tun und die von Gott geschenkten Talente dabei einzusetzen. Mit „Großer Gott, wir loben dich“, das von Korbinian Daller auf der Trompete begleitet wurde, schloss der Gottesdienst.
13 Teams traten bei den „Hartl Games“ an
Für die von Manfred Schrenk vorbereiteten „Hartl Games“ hatten sich 13 Teams mit jeweils vier Mitgliedern beworben. Sie trugen Fantasienamen wie „Der Schöne und die Biester“, „Wickinger Girls“, „Die wilden Hasen“, „Da Mane und de Nachbarskinder“ oder „Die vier Hartl-Engel“. Sie mussten Sackhüpfen, einen Eierlauf bewältigen, Schlauchboot fahren und Bälle in einen Topf werfen. Das alles ging auf Zeit, sodass sowohl Tempo, Kraft als auch Ausdauer für den Erfolg entscheidend waren. Den Sieg trug die Mannschaft „Derbysieger HeyHey“ mit Luka Diermeier, Ben und Max Rohrmayer sowie Konstantin Holzer in der hervorragenden Zeit von 13 Minuten und 13 Sekunden davon. Zweitplatziert mit 16 Minuten und drei Sekunden war das Team „Spiegelei, Rührei“ mit Paul Höglmeier, Max Korber, Korbinian Daller und Florian Gaaß vor den „Tigern“ mit Fabian und Richard Bauer sowie Bastian und Uli Wallner mit 17 Minuten und 28 Sekunden. Alle Teilnehmer erhielten von Manfred Schrenk und Evi Reinl eine Medaille umgehängt und das Siegerteam wurde zusätzlich mit einer Kolping-Schärpe geehrt. Der Zusammenhalt innerhalb der Kolpingsfamilie zeigte sich besonders auch beim Abbauen und Aufräumen, denn alle halfen mit. Das beeindruckte auch den Neupriester Pio, und Vorsitzende Doris Bachmeier dankte allen Helfern, besonders dem Organisationsteam mit Evi Reinl, Bettina Diermeier, Marion Blüml und Jürgen Eifler.
Text: Fritz Wallner
Fotos: Fritz Wallner & Mitglieder der Kolpingsfamilie Schierling






























































