Bildungswochenende der Kolpingsfamilie in Pfronten

 Kommunikation und Zeit = Liebe


Bildungswochenende der Kolpingsfamilie in Pfronten - insgesamt 78 Teilnehmer



SCHIERLING. "Die besten Pflegemittel für eine Ehe sind Kommunikation und Zeit, denn diese beiden zusammen bedeuten Liebe", sagte die Pastoralreferentin Elisabeth Weissenhorn-Höfle beim Bildungswochenende der Kolpingsfamilie im Kolpinghaus "Zauberberg" Pfornten. Die knapp 50 erwachsenen Teilnehmer setzten sich mit der "Ehe in der Lebensmitte" auseinander. Vorsitzender Adolf Rossmeier hielt die Solidarität innerhalb der Kolpingsfamilie für ein wichtiges Element der Kirche.


 


Die Referentin machte mit einem "Lebensgarten" den Eheleuten bewusst, dass alle Familienmitglieder ihren Beitrag dazu leisten müssen, um ein zufriedenes Leben zu ermöglichen. Die Blumen im Garten deutete sie als die gegenseitige Freude, andere Teile als den Ausdruck für die gegenseitige Verantwortung innerhalb der Ehe und der Familie. Sie forderte die Teilnehmer außerdem auf, eine Rangfolge der wichtigen Regeln einer Ehe aufzustellen. Bald stellte sich heraus, dass alle Komponenten ihre eigenständig wichtige Bedeutung hätten und deshalb die christlichen Werte in der Ehe gleichberechtigt nebeneinander gelebt werden sollen.


Als eine besonders kritische Zeit nannte sie, wenn die Kinder aus dem Haus gehen und die Ehegatten wieder alleine seien. Da sei besondere Rücksichtnahme gefragt und das Eingehen aufeinander. Dies sei allerdings auch die Chance eines Neubeginns mit einer noch schöneren Zukunft. Da sei es wichtig, sich zu erinnern, wie es am Anfang der Liebe gewesen sei. Manches, was in den Jahren der Kindererziehung nicht möglich war, sei jetzt realisierbar. Die Referentin ermunterte die Kolpingmitglieder, sich diese Jahre besonders schön zu machen. Martina Pautz dankte der Referentin und überreicht ihr im Namen der Gruppe ein kleines Präsent.


Das Thema wurde bei Spaziergängen in der malerischen Winterlandschaft des Allgäus mit dem Blick auf Füssen sowie die Königsschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein vertieft. Auch der Zauberer, der Kinder und Erwachsene gleichermaßen in seinen Bann zog, stellte das weiche Herz der Menschen in den Mittelpunkt. Wo das Herz hart und gläsern sei, da könne nichts durchdringen, da hätten andere in einem Menschen keinen Platz. Deshalb forderte er dazu auf, das Herz zu öffnen ...


Fritz Wallner gab am Abend einen Überblick über die Aufgaben des Diözesanrates der Katholiken und über seine Arbeit als neuer Vorsitzender. Er informierte, dass sich das höchste Laiengremium des rund 1,34 Millionen Katholiken umfassenden Bistums aus jeweils einem Vertreter der 33 Dekanate, aus 36 Vertretern der vielen katholischen Verbände, Organisationen und Einrichtungen, aus zwei Bischöflich Beauftragten sowie gut zehn amtlichen und berufenen Mitgliedern bestehe. Es gelte insbesondere, die im täglichen Leben der Laien gemachten Erfahrungen an die Diözesanleitung heranzutragen sowie auch eigene Initiativen zu ergreifen und Stellungnahmen abzugeben zu innerkirchlichen und gesellschaftlichen Ereignissen, von denen der Glaube und die Kirche besonders betroffen sind.


Beim Gottesdienst in der Hauskapelle des Kolpinghauses "Zauberberg" stellte Pfarrer Hans Bock die Ehe als Sakrament heraus, das von Jesus eingesetzt worden sei. Es bestehe gerade auch über die eine besondere Verbindung zwischen Gott und den Menschen. "Jesus liebt uns alle und lässt uns nicht im Stich!", machte er deutlich. Der Gottesdienst wurde musikalisch mitgestaltet von Adolf Rossmeier, Rudi Feigl, Albert Ertl und Hans Jodl.


 


Foto:  Die Kolpingsfamilie Schierling befasste sich mit der "Ehe in der Lebensmitte"
 



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Der Aufbau des "Ehegartens" machte viel Spaß


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Der Zauberer begeisterte Erwachsene und Kinder


 


Foto: Mit Pfarrer Hans Bock wurde Gottesdienst gefeiert